Impfen

 

Pro –
von Dipl. Med. Sebastian Weichert

Kids

Contra –
von Anke Büttner

 

Infektionskrankheiten entstehen durch den Kontakt mit einem Mikroorganismus und dessen Vermehrung im betroffenen Menschen. Abhängig von der Infektiosität des Mikroorganismus einerseits und der Empfänglichkeit des Menschen andererseits kann eine akute oder chronische Erkrankung ausbrechen. Neben harmlosen Infektionen gehören eine Vielzahl gefährlicher oft auch tödlicher Erkrankungen zu den Infektionskrankheiten, von denen einige im Laufe der Geschichte zu verheerenden Epidemien geführt haben. Erst seit der Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen und großangelegten Impfpro-grammen, können, neben verbesserten Hygienebedingungen, solche Massenerkrankungen wirksam bekämpft, einige (z. B. Pocken) sogar ausgerottet werden.

Was passiert eigentlich bei einer Impfung?

Mittels einer Spritze wird der Impfstoff, der aus abgetöteten Erregern bzw. Erregerbruchstücken besteht in einen geeigneten Muskel gespritzt. Spezielle Abwehrzellen erkennen zunächst diese dem Körper bislang unbekannte Struktur und binden sie. In einem mehrstufigen Prozess unter Beteiligung verschiedener hochspezialisierter Abwehrzellen wird nun ein Eiweißmolekül gebildet, das passgenau an die fremde Struktur bindet und diese zerstört. Dieses Molekül ist faktisch der Prototyp für eine Vielzahl identischer Moleküle (Antikörper), die nun in großer Zahl produziert werden können. Der Bauplan für diese Antikörper bleibt über viele Jahre, oft auch lebenslang, in Gedächtniszellen erhalten. Bei erneutem Kontakt mit dem Erreger kann der Organismus in kürzester Zeit eine ausreichende Menge dieser Antikörper bilden und damit die Infektion abwehren. Genau dieser Mechanismus läuft auch beim Kontakt mit einem Krankheitserreger ab und ist die Basis unserer natürlichen, biologischen Abwehr. Allerdings können lebende Krankheitserreger sich schnell vermehren und die Krankheit auslösen, bevor unser Organismus Antikörper in ausreichend großer Zahl gebildet hat.

Eine Impfung ahmt also den natürlichen Immunvorgang beim Kontakt mit einem Erreger nach, nur dass die verimpften abgetöteten Erreger die jeweilige Erkrankung nicht auslösen können. Der durch die Impfung ausgelöste Abwehrmechanismus kann zu vorrübergehenden und harmlosen Beschwerden an der Impfstelle (Rötung, Schwellung) oder zu einer kurzdauernden Reduzierung des Allgemeinbefindens führen. Auf der anderen Seite steht aber die Gefahr einer Erkrankung, die zum Tod, zu bleibenden körperlichen oder geistigen Behinderungen führen kann.

Mir scheint, dass die Gefährlichkeit vieler Infektionserkrankungen heute vielfach unterschätzt wird. Dies liegt sicher daran, dass wir durch Schutzimpfungen einen hohen Individual- und Kollektivschutz erreicht haben. Kollektivschutz meint in diesem Zusammenhang, dass sich Erreger wesentlich langsamer ausbreiten können, wenn ein großer Teil der Bevölkerung immun ist. Damit sind auch Einzelne, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können, durch die bereits Geimpften in begrenzter Weise mitgeschützt.

Wir sehen heute kaum noch Menschen mit Lähmungen durch die Kinderlähmung (Poliomyelitis). In unserer Umgebung sterben kaum noch Kinder an der Diphtherie. Es gibt kaum noch Kinder mit bleibenden Nerven- und Hirnschäden nach einer Masernerkrankung. Doch wir sollten uns nicht zu sicher fühlen und in unseren Bemühungen um einen ausreichenden Impfschutz unserer Kinder nicht nachlassen. So stieg beispielsweise die Zahl der Diphtheriefälle in Russland (1976: 198) drastisch an (1992: 3897, davon 125 Sterbefälle). Dies ist hauptsächlich auf eine stark gesunkene Durchimpfungsrate in diesem Land zurückzuführen. Die Liste könnte ich fortführen, will aber nur noch die schweren Gehirnentzündungen durch Masern, bleibende Schwerhörigkeit durch Mumps und die jährlich etwa 50 Kinder mit ausgeprägten körperlichen und geistigen Behinderungen durch eine Rötelninfektion der Mutter erwähnen.

Für mich stellt also die Schutzimpfung im Moment die beste, nebenwirkungsärmste und den natürlichen Mechanismen am nächsten stehende Möglichkeit dar, meine Kinder und mich vor unverändert gefährlichen und zum Teil auch tödlichen Erkrankungen zu schützen.

Impfungen genießen in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert. Man impft gegen eine Vielzahl von Krankheiten, wie Kinderlähmung, Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Masern, Röteln, Mumps, um nur die Wichtigsten zu nennen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit gegen alle durch Bakterien und Viren verursachten Krankheiten ein Impfstoff entwickelt, also eine vollkommene Resistenz gegenüber Krankheitskeimen hergestellt wird. Der Sieg des Menschen über die Natur??

Wie wird gegen eine Krankheit geimpft?

Die Impfung erfolgt meist als Injektion ins Gewebe. Damit werden Krankheitskeime unter Umgehung der natürlichen Abwehrorgane wie Haut, Schleimhäute, Mandeln in den Organismus eingebracht. Der injizierte Impfstoff ruft eine Antikörperbildung hervor, jedoch durch direkte Einwirkung auf das Organ und nicht durch Stimulation der Widerstandskraft. Der Körper reagiert mit anderen, meist schwerwiegenderen Krankheiten, oft chronischer Art.

Was man vor dem Impfen seiner Kinder bedenken sollte

Bereits in den ersten Lebenswochen seines Kindes wird man wohl oder übel mit dem Problem Impfen konfrontiert. Obwohl in Deutschland keine Impfpflicht besteht, akzeptieren inzwischen Kinderärztinnen einen Widerspruch im 1. Lebensjahr, weil z. B. ein voll gestilltes Baby einen Immunschutz durch die Mutter gegen die meisten Krankheiten besitzt. Auch ein erhöhtes Allergierisiko innerhalb der Familie wird von den Ärzten als Grund akzeptiert. Aber spätestens im 2. Lebensjahr des Kindes fangen die Probleme an. Wenn man sein Kind nicht impfen lassen will, muss man unterschreiben, welches Risiko man eingeht, wenn das Kind nicht geimpft wird. Die Risiken, die man eingeht, wenn das Kind geimpft wird, werden einem selbstverständlich nicht mitgeteilt.

Dazu sollte man wissen, dass Babys und Kleinkinder ein noch nicht voll funktionierendes Immunsystem haben. Dieses wird bereits im Alter von wenigen Wochen mit bis zu sechs Krankheiten (6fach-Impfung) gleichzeitig unter Umgehung der natürlichen Schutzmechanismen des Körpers (Haut, Schleimhäute, Mandeln, ...) konfrontiert. Der Körper des Säuglings kommt damit nur schwer klar, die Reaktionen, wer kennt sie nicht, sind starke Schmerzen, deshalb meist sehr lang andauerndes oft ungewöhnlich schrilles Schreien, gefolgt von ungewöhnlich langem reglosen Schlaf.

Nicht zuletzt vergessen die Ärztinnen meist auch, über die Nebenwirkungen der Inhaltsstoffe des Serums zu informieren. Besonders unter den Zusatzstoffen befinden sich viele Allergien auslösende und Krebs erregende Stoffe, wie Antibiotika, Formaldehyd, Aluminiumhydroxid, Aluminiumphosphat, um nur einzelne zu nennen. Addiert man allein den Quecksilbergehalt aller Impfungen, die einem Kind bis zu seinem zwölften Lebensjahr verabreicht werden, so überschreitet diese Summe bei weitem den zulässigen Höchstwert im Körper eines Erwachsenen.

Auch weitere Nebenwirkungen der Impfungen, die bis hin zu bleibenden Behinderungen und Tod (Plötzlicher Kindstod) führen können, werden verschwiegen. Tritt ein Impfschaden nach einer öffentlich empfohlenen Impfung ein, haftet in Deutschland der Staat. Allerdings ist es normalerweise sehr schwierig, einen Impfschaden als solchen anerkannt zu bekommen. Impfschäden treten ja nicht nur in unmittelbarer Folge einer Impfung auf. Oft summieren sich mehrere Impfungen oder es vergeht eine so große Zeitspanne, dass man die auftretenden Symptome nicht mehr der Impfung eindeutig zuordnen kann. Und vergessen sollte man auch die vielen Kontraindikationen nicht – u. a. nicht impfen bei schlummernder, noch nicht ausgebrochener Krankheit!

Für alle die, die sich noch intensiver mit dem Thema auseinander setzen wollen, empfehle ich folgende weiterführende Literatur: Buchwald, G.: "Impfen, das Geschäft mit der Angst", Hirthammer-Verlag München Roy, C. und R.: "Kranke Kinder homöopathisch behandeln - Schwerpunktthema: Impfen", Knaur Verlag München Dr. Leduc, H.: "Kranke Kinder homöopathisch behandeln", Bechtermünz Verlag u.v.a.m.

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