Leipziger Waldkindergarten
Konzeption
Januar 2002
Geschichtlicher Hintergrund / Herkunft der Idee des Waldkindergartens
Die Idee des Waldkindergartens "ohne Türen und Wände" stammt ursprünglich aus Dänemark. Dort hat diese Institution inzwischen eine zwanzigjährige Tradition. Die Motivation entstand zum einen aus der Beziehung zur Natur, der Erinnerung an die eigene Kindheit, in der das Spielen im Freien noch weniger Einschränkungen vorsah, und zum anderen aus Interesse an Alternativen in der Kindergartenpädagogik.In Deutschland gibt es inzwischen eine Vielzahl von Waldkindergärten. Ganz besonders intensiven Kontakt und regen Austausch pflegen wir mit dem Dresdner Waldkindergarten.
Allgemeine Lebenssituation der Stadtkinder
Die Situation heutiger Kinder in der Großstadt ist von langen Wegen, wenig Zeit der Erwachsenen, Unruhe und einem erschlagenden Angebot von Waren und Medien geprägt. Ein großer Teil der Kinder kommt aus diesen Gründen oft nur am Wochenende dazu, für längere Zeit im Freien zu spielen. Viele Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit zu Hause vor dem Fernseher und finden so nicht zum Spiel und zur Gemeinschaft mit anderen Kindern. Dadurch entstehen Defizite bei der Entwicklung grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mangel an Bewegung und sinnlicher Erfahrung führen dazu, daß immer mehr Kinder an den Folgen leiden. Diese sind Haltungsschwächen, Sprach- und Eßstörungen, erhöhte Unfallgefahr auf Grund von Koordinationsproblemen und nicht genügend ausgebildeten Muskeln, Konditionsmängel, gemindertes Selbstwertgefühl, aggressives Verhalten, Phantasielosigkeit, mäßige Bewegungssteuerung, geringes Gleichgewicht, Fehlen motorischer Fähigkeiten ...
Eine 1994 erstellte Gesundheitsbilanz von Kindern in deutschen Kindergärten ergab: 60% Haltungsschwächen30% Übergewicht
40% schwaches Herz-Kreislauf-System
30-40% muskulöse Schwächen und Koordinationsprobleme, Fußdeformationen
Waldkindergarten in Leipzig
Der Leipziger Waldkindergarten hat den Schwerpunkt, den Kindern den natürlichen Freiraum Wald zu geben. Sie werden sich im Wald so wohl und heimisch fühlen wie in einem Gruppenraum. Die Kinder erleben einen achtsamen Umgang mit der Natur, können Entwicklungen und Veränderungen beobachten und lernen "ihren" Wald lieben. Diese Erleben überträgt sich ebenso auf das Miteinander der Kinder und wird Grundlage für ihre spätere Entwicklung. Sie werden mit Achtung auf andere zugehen. Die Kinder können ihrem Bewegungsbedürfnis nach Belieben nachkommen. So können sich Aggressionen im Körper gar nicht erst aufstauen und zu einem Streßzustand werden, sondern sie werden in Bewegung kreativ umgewandelt. Die Erhaltung und Entwicklung der physischen und psychischen Gesundheit ist somit auch Grundanliegen des Waldkindergartens. Weiterhin erleben die Kinder die Natur mit ihren Jahreszeiten und Veränderungen und lernen, sich darauf einzustellen. Somit eignen sich die Kinder Offenheit für Veränderungen und Andersartigkeit im menschlichen Sinne an. Die Phantasie und Kreativität werden stark angeregt. Die Kinder können schöpferisch tätig werden. Alles in der Natur ist einmalig und Keines gleicht dem Anderen. Ein Stock kann die verschiedensten Funktionen haben. In der eigenen Entwicklung spüren die Kinder das Besondere und Veränderliche und trotzdem Einmalige und erkennen, daß auch sie einmalig sind. Sie können einander helfen und ergänzen. Aufgrund seiner einzigartigen Konzeption findet der Waldkindergartens in Leipzig die volle Unterstützung der Stadt Leipzig und des Jugendhilfeausschusses. Von der Leipziger Agenda 21 wurde die Idee und das Projekt mit dem 1. Preis, gestiftet von der Allianz Versicherung, ausgezeichnet.
Waldkindergarten offen für alle Kulturen und Konfessionen
So vielfältig die Erde in Vegetation und Kultur ist, so verschieden und individuell ist auch jeder einzelne Mensch Dieses empfinden wir als große Bereicherung. Wir freuen uns über Kinder aller Nationen und Konfessionen.
Grundprinzipien der Arbeit im Waldkindergarten und deren Verwirklichung
Die rundum entwickelte Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes steht im Mittelpunkt pädagogischen Handelns. Darin wirken im alltäglichen Umgang mit den Kindern verschiedene Aspekte und Methoden, welche die spezifische Ausrichtung eines Waldkindergartens charakterisieren. Dazu zählen u.a. Naturerleben, Bewegung, Sinneswahrnehmung, Spiel, Rhythmik, Entwicklung der Phantasie und Kreativität, Kommunikation und Sprachentwicklung, die Ausbildung einer sozialen Persönlichkeit, handwerkliche Fähigkeiten etc. Der Lernprozeß eines Kindes umfaßt ihr Entdecken, Erkennen, Begreifen des Erlebten. Die Erzieher sind somit gefordert, dem Wissensdurst der Kinder gezielte Lernangebote entgegenzusetzen, Konzentration zu schulen und den Kindern zu helfen, auf ihre Fragen Antworten zu finden.
Soziale Persönlichkeit
Jeder Mensch ist eine eigenständige Persönlichkeit. Unser Grundsatz ist, die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen individuelle Verhaltensmuster vorzuleben. Im Waldkindergarten erleben sie den nötigen Freirau, um selbst individuelle Verhaltensmuster zu finden und somit ihre Persönlichkeit zu stärken. Den Rahmen für eine freie Entfaltung und Entwicklung ihrer Individualität stellen die Alltagsregeln.
- Jeder darf für seine Person entscheiden was er tut und woran er teil nimmt, soweit es die Anderen in ihrem Tun nicht einschränkt bzw. stört
- Was ich selber nicht möchte, lasse ich auch dem Anderen frei
In der Durchführung dieser Punkte, erleben die Kinder Toleranz auf allen Gebieten, Akzeptanz, sowie individuelle Lösungen für Probleme oder Unstimmigkeiten, ebenso vielfâltige Ideen für den Kindergartenalltag.
Integration behinderter Kinder
Im Wald erhalten Kinder mit einem handicap eine besondere Möglichkeit der Förderung, durch die von der Natur gegebenen Impulse.Durch ein gemeinsames Gespräch der Eltern mit dem Träger und den Erzieher/innen wird festgestellt, ob und in welcher Weise ihr Kind den Kindergarten besuchen kann und welche Voraussetzungen eventuell geschaffen werden müssen.
Das Spiel
Das Spiel ist Ausdrucksmittel des Kindes. In und mit ihm drückt es sein Wesen aus, setzt Erlebtes, Gehörtes und Gesehenes um, nimmt Kontakt mit anderen auf und verarbeitet dieses somit. Der Wald ist dafür der ideale Ort. Er bietet den nötigen Freiraum und reichlich Material, um sich ins Spiel zu vertiefen. Das Spielmaterial im Waldkindergarten unterscheidet sich wesentlich von dem der üblichen Kindergärten. Es sind Materialien, die wir in der Natur finden wie Äste, Steine, Zapfen, Rinde, Blätter usw. Diese Gegenstände sind phantasieanregend und für die unterschiedlichsten Spielinhalte einsetzbar. Ein Ast kann z.B. als Schirm, Angel, Tür, Ruder, Schlange verwendet werden. Es gibt kein Material, bei dem von vornherein feststeht, was mit ihm zu tun ist.
Bewegung, Aktivität und Sinneswahrnehmung
Zur Entwicklung der Motorik, Psyche, Sprache, Denken, Koordinationsfähigkeit, um nur einiges zu nennen, ist die
Bewegung dringend notwendig. Die Kinder können im Wald ihren Bewegungsdrang ausleben und ihn gleichzeitig als Glück empfinden.
Die Kinder gewinnen Selbstvertrauen, indem sie sich Hindernissen stellen und diese überwinden.
Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken können sich ebenso entwickeln. Je vielfältiger sensorische Funktionen
geübt werden, um so sicherer wird das Kind in seinen Kompetenzen und um so besser gelingt ihm die Auseinandersetzung mit
seiner Umwelt.
Rhythmik
Die Rhythmik mit ihren Elementen Zeit, Kraft und Form spiegelt sich im Wald wider. In Verbindung mit Bewegung, Musik und Sprache wird sie zum Ausdruck gebracht.Ein Beispiel: Das Element Zeit ist erkennbar an den verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Sie wird sichtbar durch die Bewegung bzw.- das Wachstum der Blätter, Blüten und später das Welken. Spielerisch kann dieser Ablauf von den Kindern bewusst nacherlebt werden, indem sie selbst es darstellen, dazu Musik machen und sich bewegen. Auch die Rhythmik fördert die Entwicklung der Persönlichkeit, die Kommunikation und den Umgang mit Anderen, die Motorik und die Musikalität.
Kommunikation und Sprachentwicklung
Kommunikation vollzieht sich während des gesamten Tages. Einen großen Teil nimmt das Spiel ein. Doch weiterhin gibt es Situationen, in denen Kinder Hilfe suchen. Zum Beispiel, wenn ein Ast zu groß ist und sie ihn nicht alleine wegziehen können, gehen Kinder aufeinander zu , um gemeinsam das Problem zu lösen. Sie tauschen Erlebnisse aus und schmieden neue Spielideen und erzählen während der Mahlzeiten. Gezielte Angebote von den Erzieher/innen zur Möglichkeit der Sprachentwicklung sind: Geschichten, Gedichte, Reime, Fingerspiele, Lieder, Rollenspiele, Puppentheater, Kreisspiele und Reigen.
Phantasie und Kreativität
Jedes Kind verfügt über innere Bilder, die Basis der Phantasie darstellen. Jedes Spiel lebt von solchen
Bildern. Phantasie und Spiel befreien das Kind aus seinen Grenzen und lassen es innerlich eine Unabhängigkeit erleben.
Da es im Wald keine vorgefertigten Spiel- und Bastelmöglichkeiten gibt, werden Phantasie und Kreativität des Kindes
besonders angeregt. Das für die Spiel- und Bastelabsicht benötigte Material muss erst entdeckt bzw. herausgesucht werden
und einer anderen als seiner ursprüngliche Funktion, nämlich einer seiner Idee entsprechenden Funktion zugeordnet werden:
Stöcke werden zu Angeln, Blätter zu Fischen, ein Baumstumpf ist ein Tisch oder Herd, mit Bucheckern, Eicheln, Steinen
kann man prima kochen, Ton unter einem Wurzelteller eignet sich für das bildhafte Gestalten, Blüten, Blattgrün und Erde
als Farben, Tannenzapfen als Puppen und Blätter als Kleider und vieles mehr.
Handwerkliche Fähigkeiten
Im Wald finden die Kinder besonders gutes Material, um sich handwerklich zu betätigen. Ob nun mit Sand, Erde und Ton Dinge zu formen, aus Stöcken, Steinen, Zapfen, Blättern etwas zu gestalten oder sich im Sägen und Schnitzen zu üben, es macht alles Spaß. Die Tätigkeit und das Ergebnis stärken das Selbstwertgefühl der Kinder. Die Voraussetzung für die Ausbildung der Feinmotorik besteht in einer gut entwickelten Grobmotorik. Für diese Anforderung liegen im Wald sehr gute Bedingungen vor.
Natur erleben und Umweltschutz
Die direkten Auswirkungen der Jahreszeiten und des Wetters und deren direkte Auswirkungen auf die Natur lassen sich
unmittelbar erleben und beobachten. Viele Fragen stecken in den Kindern. Sie bemerken oft die kleinsten Veränderungen,
hinterfragen diese, manchmal auch erst Wochen später. So etwa: Warum ist der Frühling bunt, duftend, voller Leben und
Bewegung und der Winter dagegen still, starr, arm an Farben und Gerüchen. Es ist wichtig, die Kinder zum Beobachten und Fragen
stellen anzuregen und diese Fragen beantworten zu können, aber auch den Kindern zu vermitteln, wie sie die Antworten auf ihre
Fragen selbst finden können. Kinder lernen ganzheitlich, d.h. mit allen Sinnen und werden so erst vertraut mit den Dingen.
Täglich erleben sie einen sorgsamen und liebevollen Umgang mit der Natur und übernehmen dieses Verhalten ganz selbstverständlich.
Sie beobachten wie einmalig, schön und auch verletzbar sie ist.
Das, was Kinder lieben, nehmen sie in Schutz und sorgen sich darum. Wer Wald und Natur als Kind kennen und lieben lernt, wird sich
auch als Erwachsener um sie sorgen.
Vielfältige soziale Kontakte
Um bei der Arbeit der Erwachsenen zuzusehen, mit anderen Menschen gemeinsam Feste zu feiern, das Leben Anderer kennenzulernen, das Theater zu besuchen oder vom Erleben im Wald weiterzugeben, werden Ausflüge unternommen. Wir werden andere Kindergartengruppen einladen; die für einen Zeitraum das Leben im Wald miterleben können. Projekte an Wochenenden, zu denen Familien den Wald als Kindergarten erkunden können, werden auch angestrebt.
Rahmenbedingungen
Lage und Einzugsbereich
Der Leipziger Auwald ist ein wunderbarer Ort für den Waldkindergarten. Durch seine Artenvielfalt und hohe
Feuchtigkeit gilt es, sich besonders feinfühlig in ihm zu bewegen. Je nach Witterung und Jahreszeit verändert sich der Raum,
in dem sich die Kinder aufhalten. Wir erleben diese Veränderungen, werden mit ihnen vertraut und richten uns nach diesen.
Da es bisher keinen weiteren Waldkindergarten in Leipzig gibt, kommen die Kinder aus den nah- sowie entfernliegenden Stadtgebieten,
in sofern sie sich bewusst für diesen entscheiden.
Zentraler Aufenthaltsort ist das Waldgebiet "Nonne", welches sich zwischen Johannapark, Rennbahn Scheibenholz und dem Schleußiger
Weg befindet. Es werden auch Ausflüge in andere Waldgebiete unternommen.
Das Gebäude des Waldkindergartens liegt im Hinterhof der Könneritzstraße 43. Die Rückfront des Gebäudes grenzt
unmittelbar an den Wald.
Kapazität
Für den Waldkindergarten sind im Regelbetrieb zwei Gruppen von insgesamt 33 Kindern mit 3 Erzieher/innen (3 Teilzeitstellen), eine Person im Freiwilligen sozialen Jahr und einem Praktikanten vorgesehen. Zusätzlich ist der Einsatz von Jahrespraktikanten vorgesehen. Die Gruppen sind altersgemischt.
Räumlichkeiten und Plätze im Wald
Die Gruppenräume werden nur bei starkem Unwetter und während der Mittagszeit genutzt. Dann findet dort Mittagessen und Mittagsruhe statt. Der pädagogische Hintergrund wird auch in den Räumlichkeiten verwirklicht. Die Auswahl des Spiel- und Bastelmaterials wird mit dem naturpädagogischem Konzept in Einklang gebracht. Die Kinder können sich mit selbstgesammeltem Material beschäftigen. Zusätzlich liegen Bausteine, Tücher und andere phantasieanregende Materialien zum Spiel bereit im Wald haben die Kinder und Erzieher/innen verschiedene Plätze gefunden, die mit unterschiedlichen Inhalten belebt werden. Zum Beispiel einen Ort für ein gemütliches Frühstück, eine Lichtung oder verwachsener Baum zum Geschichtenerzählen, ein Hang zum klettern, rennen, kullern ... Angestrebt wird von uns ein ganztägiger Aufenthalt im Freien.
Öffnungszeiten
Für den Waldkindergarten ist eine Öffnungszeit von 7.00 - 17.00 Uhr vorgesehen. Um eine optimale Betreuung der Kinder durch die Erzieher/innen zu gewährleisten, ist die Schließung während der Weihnachtsferien sowie eine dreiwöchige Sommerpause in den Schulferien erforderlich.
Aufnahmeregeln
Im Waldkindergarten werden Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Wegen der sehr hohen Nachfrage erfolgt
die Registrierung von interessierten Eltern auf einer Voranmeldeliste. Bei Freiwerden eines Platzes entscheidet das Team gemeinsam
unter Berücksichtigung von Gesichtspunkten: Geschwisterkind?, Zusammensetzung der Gruppe (Alter, Jungen, Mädchen), ...
Es wird eine Eingewöhnungszeit von 4 Wochen festgelegt. Während dieser Zeit haben das Kind, seine Eltern, aber auch
besonders die Pädagogen des Waldteams die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen, zu schauen, wie das
Waldkonzept vom Kind und seiner Familie angenommen wird. Empfohlen werden vor der Aufnahme sogenannte Schnuppertage (Besuch bei den Waldkindern).
Vor Aufnahme des neuen Kindes und auch nach der Probezeit finden durch den jeweiligen Erzieher Elterngespräche statt.
Ernährung
Als Ergänzung des pädagogischen Konzeptes legen wir Wert auf eine naturverbundene, ökologische Ernährung, die weitestgehend vollwertig ist. Das Essen beziehen wir von der Vollwertküche "Kochkunst".
Ausrüstung
Die Erzieher/innen führen je Gruppe einen Handwagen und Rucksack mit sich. Diese enthalten Wasserbehälter zum
Hände waschen und Lavaerde als Seifenersatz, Ökotoilette, Erste-Hilfe-Koffer, mobiles Telefon und Telefonnummern, Wechselsachen
für den Notfall, Schlafsäcke, Naturführer und Material für die Kinder wie Stricke, Lupe...
Jedes Kind trägt einen kleinen Rucksack mit Frühstück, Trinkflasche, Regenbekleidung und kleiner Isomatte mit sich.
Die Bekleidung der Kinder sollte eine Art "Zwiebellook", der je nach Witterung und Temperatur ein schnelles Anpassen an die
jeweiligen Gegebenheiten zuläßt.
Träger des Waldkindergartens
Der Waldkindergarten ist eine Außenstelle des Kinderhauses "GUK" Neue Leipziger Straße 39 Ihre Leiterin ist unser Ansprechpartner. Das Kinderhaus "GUK" befindet sich in Trägerschaft des "Fröbel e.V.". Der Fröbelverein mit Hauptsitz in Berlin betreibt seit mehreren Jahren Kindertagesstätten in Leipzig und anderen Städten Deutschlands. Er unterstützt vielfältige pädagogische Konzepte und bemüht sich um die Erweiterung der Vielfalt im Kindertagesstättenbereich.
Anschrift: Fröbel e.V., 10439 Berlin, Driesener Straße 23
Tagesablauf
7.00 - 8.00 Uhr
In dieser Zeit treffen sich die Kinder in der Nähe des Waldkindergartens (bei Dunkelheit im Gebäude) Hier können die
Eltern mit dem Erzieherpersonal auch organisatorische Fragen besprechen (z.B. zum Tagesablauf, besondere Vorfälle, Krankheiten)
8.00 Uhr
Abmarsch zum jeweiligen Gruppenplatz
8.30 - 9.00 Uhr
Die Handys der Erzieher/innen werden bis Mittag abgeschaltet!
Waldplätze: Morgenkreis mit Liedern, Tänzen, Kinder erzählen, Geschichten hören und überlegen, was an diesem
Tag gemacht wird
9.00 - 9.30 Uhr
Frühstück
9.30 - 11.30 Uhr
Zeit, um den Wald mit Unterwegssein zu erleben, mit Spielen, mit Basteln,mit Werken, mit Beobachten und mit Erkunden
Angebote passend zur Situation, zur Jahreszeit oder zum Thema
11.30 - 12.00 Uhr
Haus: ausziehen, waschen, Tisch decken
12.00 Uhr - 12.30 Uhr
Mittagessen
12.30 - 14.30 Uhr
Mittagsschlaf/Mittagsruhe im Gebäude Mittagsruhe wird eingeleitet mit
Liedern, Musik, Geschichten
15.00 - 15.30 Uhr
Anziehen, Rausgehen
15.30 - 17.00 Uhr
Zeit für freies Spiel im Wald, Knusper, Zeit zum abholen
Im Winter wird der Tagesablauf den jeweiligen Gegebenheiten angepaßt.
Der Leipziger Auwald
Der Leipziger Auwald ist ein gesetzlich geschützter Landschaftsbereich, der sich als grüner Gürtel
quer durch die Stadt Leipzig zieht. Der gesamte Auwald ist als Landschaftsschutzgebiet, größtenteils als
Naturschutzgebiet ausgewiesen. Durch wechselnde Landschaftsbilder mit Waldbestand, Flüssen, Auwiesen und Feuchtbiotopen ist er
als Erholungsort für die Leipziger als ihr Stadtwald von großer Bedeutung. Die Vielfalt und Schönheit zeigt sich zu jeder
Jahreszeit. So ist im Frühjahr der reiche Bestand an Frühjahrsgeophyten, die zum Teil unter Schutz stehen, einzigartig für
diese Gegend. Die zahlreichen Märzenbecher, das Lungenkraut, der Bärlauch, der Aronstab, der hohle Lerchensporn und viele
andere Arten bestechen mit ihrer Blütenpracht und ihrem Duft. Es gibt ständig neue Entdeckungen im Wald, die Bodenflora
wechselt wöchentlich. Wenn sich das Blätterdach der unterschiedlichsten Laubbäume schließt, wird es ruhiger im
Wald. Dann wird erkenntlich, das im Leipziger Auwald bis zu 40 verschiedene Gehölze wachsen. Von Baumriesen bis zum Jungwuchs
sind alle Altersklassen vertreten. Die alten Eichen sind noch aus der Mittelwaldbewirtschaftung übrig geblieben und bis zu 600
Jahre alt. Weiterhin gibt es schlanke Eschen, alte Buche und der besonders im Jungwuchs vorkommende Ahorn. Der Auwald ist durch
seine Baumartenzusammensetzung ein typisches Hartholzbiotop.
Auch die Tierwelt hat für den Auwald eine große Bedeutung. Durch die zahlreich vorhandenen Lebensräume im Wald und am Wasser
gibt es eine Vielzahl von Tieren. So lebt im Auwald eine große Anzahl von Tieren, die in Sachsen schon auf der roten Liste,
der besonders gefährdeten Tierarten stehen. Besonders die höhlenbewohnenden Fledermäuse sowie Amphibien und Insekten
finden im Auwald ideale Lebensbedingungen. Wenn man ganz still ist, kann man den Gesang der Nachtigall und anderer Singvögel
hören. Diese Vielfalt verdeutlicht die Bedeutung des Ökosystems Auwald, das es zu erhalten und schützen gilt.
Verhaltensregeln hinsichtlich des Landschafts- und Naturschutzes:
- wir sind Gäste des Waldes und seiner Bewohner und werden uns entsprechend rücksichtsvoll und umsichtig verhalten
- der Vegetation darf nicht geschadet, Bäume und Sträucher nicht verletzt, Tiere nur beobachtet und möglichst nicht gestört werden
- unter Naturschutz stehende Pflanzen und Tier werden den gesetzlichen Regelungen entsprechend behandelt
- besonders im Frühjahr, in der Brutphase der Vögel, Blühphase der Frühjahrsblüher und der Wanderphase der Lurche ist auf deren Schutzbelange besonders Rücksicht zu nehmen
- im Wald wird nicht zurückgelassen, was dort nicht hingehört
- die gesetzlichen Regelungen für Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete sind die Grundlage unserer Arbeit.
Kontaktadressen
Waldkindergarten Könneritzstraße 43
04229 Leipzig Tel. 0179/2349933
Kinderhaus "GUK" Neue Leipziger Straße 39
04205 Leipzig Tel. 9412032
Diese Konzeption befindet sich in fortwährender Weiterentwicklung.
Sie unterliegt dem Urheberrechtsschutz.
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Das Wunder der alten Eiche
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Der eitle Fasan
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Talisa prob. d. Wünschen(2)
Talisas Freund(3)
Monster dr Schneehund(4)
Niki schreibt einen Brief(5)
Zwei funkelnde Punkte(6)
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Ein Spiel für Euch
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Die Lotterwirtschaft
Die Leipziger Lerche
Napoleon Bonaparte
Frauenbewegung
Felix Mendelsson
Leipzigs Verbindung zum Meer
Leipziger Bahnhöfe
Der City-Tunnel
Die Leipziger Kleinmesse
Das ehemalige Reichsgericht
Der Schlachthof