Taschengeld

Thema Taschengeld

Auch wenn diese Materie keine neue ist, ist sie doch immer wieder ein Problem mit dem gerade Eltern beim ersten Kind nicht wissen, wie damit umzugehen ist.

  • Wann soll mein Kind das erste Taschengeld bekommen?
  • wie viel sollte ich ihm geben und?
  • wie häufig sollte es dieses erhalten –

so die häufigsten Fragen, bei denen Eltern nicht so richtig weiter wissen. Natürlich sind gute Freunde/Bekannte, die vielleicht schon größere Kinder haben, eine erste Ansprechadresse und gute Ratgeber. Aber sie werden mit Erstaunen bemerken, wie selbst diese bei diesem Thema verunsichert sind.

Wir wollen deshalb versuchen, Ihnen einen kleinen Leitfaden und ein paar Ideen zum Thema Taschengeld an die Hand zu geben. Lange bevor Ihr Kind sein erstes eigenes Geld in der Hand hält, sollten Sie es dafür sensibilisieren, das es nichts zum "Nulltarif" gibt und das Geld Mama und Papa nicht einfach so mal von der Sparkasse holen (es also nicht in unbegrenzten Mengen vorhanden ist), sondern auf Arbeit gehen, um es zu verdienen. In jedem Produkt steckt viel Arbeit anderer Menschen bevor zum Beispiel das Brot (Sähen, Ernten, Mahlen, Backen, Verkaufen) zu Hause auf dem Abendbrottisch liegt. Auch ein Bauer, ein Bäcker verdient mit seiner Arbeit Geld, um sich z.B. eine Hose kaufen zu können (wo wir gleich mit einem neuen Beispiel der Textilarbeiterin/dem Schneider anschließen könnten. Anhand dieser kleinen, in den Tagesablauf eingestreuten Geschichten, können Sie Zusammenhänge verdeutlichen.

Aber wann sollte das Kind nun sein erstes Taschengeld bekommen? Sicherlich ist dies auch von der Bewusstseinsbildung des Kindes abhängig, aber ein guter Zeitpunkt ist der Umbruch des Überganges vom Kindergarten zur Grundschule. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Mit Eintritt in die Schule bekommt das Kind mehr Verantwortung – mit dem Taschengeld auch mehr Eigenverantwortung.

Fangen Sie mit 50 Cent in der Woche an, so kann sich Ihr Kind erste Wünsche - nach dem Eis oder den Gummibärchen, die Seifenblasen zusätzlich - selbst erfüllen. Merkt aber auch die Begrenztheit finanzieller Mittel Kennenlernen.

Die nächsten Schritte, die ich Ihnen vorschlage, sind mit jeder neuen Klassenstufe das Taschengeld um 50 Cent zu erhöhen. Dabei sollten auch neu festgelegt werden, was das Kind sich davon selbst kaufen muß, um es zum Sparen anzuhalten. Dies könnten z.B. die Batterien für Taschenlampe, Walkman, CD-Player, sein. Später kommen dann Spielzeug, Haarschmuck, Bücher, WindowsColor eigene Märchen-, bzw. Musikkassetten oder CD’s dazu. Zusätzliches Taschengeld das von Oma und Onkel oder/und an Geburts- und Feiertagen hinzu kommt, sollte keineswegs mit dem Taschengeld verrechnet werden. Hiermit könnte man den Anreiz schaffen, auf größere Wünsche zu sparen oder mit hinzuzusparen (z.B. der Roller, das Fahrrad, das Radio). Eine weitere Frage, die im Zusammenhang mit dem Taschengeld auftritt, ist die Frage:

Wie beziehe ich das Kind in die häuslichen Pflichten mit ein und wenn das nicht klappt, sperr ich dann das Taschengeld? Hier würde ich empfehlen auf die Eigenverantwortung des Kindes zu setzen und beides zu koppeln! Geben Sie Ihrem Kind eine Art Punktliste (siehe Beispielliste) vor, das und das kannst Du diese Woche machen, für die und diese Arbeit gibt es folgende Punkte. Erreichst Du folgende Punktzahl, bekommst du dein volles Taschengeld, sind es weniger Punkte – bekommst Du weniger, aber hast du mehr erreicht gibt es auch mehr Taschengeld. Auf diese Art hat Ihr Kind selbst Einfluß auf die Höhe seines Taschengeld. Niemand macht sich mehr in der Familie zum "Buhmann", weil er eine Taschegeldkürzung durchsetzen muß. Und noch einen Vorteil hat diese Liste: Die zu vergebenen Goldpunkte, die Sie nicht nur für zusätzliche Arbeiten vergeben können (die nicht auf der Liste stehen), sondern auch für gute Taten und als Anreiz für gute Noten (so gehen Sie der Gefahr aus dem Weg, dass Ihr Kind für Geld lernt). Noch ein Wort zur Beispielliste- auch hier ist es natürlich geboten die Aufgaben und damit die zu erreichende Punktzahl pro Woche, dem Alter anzupassen.

Eine Bitte zum Schluß: Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit unseren Vorschlägen im Forum mit, damit auch andere Eltern davon profitieren können.

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